Max ist zurück in Sicherheit – ein glückliches Ende
- haeberlin5
- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 1 Tag

Mit viel Geduld zum Ziel
Die Geschichte von „Max“ aus Deutschland, der an paranoider Schizophrenie leidet und sich in einer akuten Krise auf den Straßen von Bello befand, hat ein glückliches Ende gefunden. Nach seinem Aufenthalt in der Reha in Copacabana gelang es uns, für ihn einen Platz in einer spezialisierten psychiatrischen Klinik zu organisieren. Dort wurde besonders auf eine korrekte und kontinuierliche Medikation geachtet – ein entscheidender Schritt für seine Stabilisierung.
Während dieser Zeit hielten wir den Kontakt zur deutschen Botschaft sowie zu seiner Familie aufrecht, um eine nachhaltige Lösung vorzubereiten.
Mutiger Schritt der Familie
Obwohl Max weiterhin eine Rückreise nach Deutschland ablehnte und von krankheitsbedingten Verfolgungsängsten geprägt war, fasste seine Familie einen mutigen Entschluss: Angehörige reisten persönlich nach Kolumbien, um ihn abzuholen. Die Begegnung in der Klinik verlief positiv. Max zeigte sich zugänglich, auch wenn seine paranoiden Vorstellungen weiterhin präsent waren.
Unterstützung durch die Behörden
Ein Besuch bei der Migrationsbehörde ergab, dass sich aufgrund der Überziehung seines Visums, nach 9 Monaten in Kolumbien, eine Busse von rund CHF 1’900.– angesammelt hatte. In Anbetracht seiner Erkrankung zeigte sich die Behörde jedoch verständnisvoll und erließ die Strafe vollständig – ein wichtiger humanitärer Entscheid. Die Deutsche Botschaft unterstützte den Fall ebenfalls und stellte Max einen provisorischen Reisepass, der den gestohlenen Pass ersetzte, aus.
Rückkehr nach Deutschland
Der Rückflug verlief ohne Zwischenfälle. Max kam gut in Deutschland an und wird dort nun weiter in einer spezialisierten Klinik behandelt. Damit ist der Zugang zu einer langfristigen und adäquaten Therapie sichergestellt.
Dank und Ausblick
Ich bin dankbar, ein kleines Puzzleteil in der Geschichte von Max gewesen zu sein – und dass der gemeinsame Einsatz zum Erfolg geführt hat. Ohne externe und freiwillige Hilfe wäre er mit größter Wahrscheinlichkeit auf der Straße verstorben.
Ein herzlicher Dank gilt allen Unterstützern, Helfern und Institutionen, die in diesem Fall mitgewirkt haben. Dieser Einsatz zeigt, wie entscheidend Menschlichkeit, Engagement und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sein können. Es grüßt euch herzlich Oliver Häberlin




